Fischer-Vroni: Ein Ausflug in unser „Heimatzelt“

Der Geruch nach gebratenem Fisch ist für unser Team untrennbar mit der Wiesn verbunden. Denn seit unseren Anfängen befindet sich unser Souvenirstand im Zelt der Fischer-Vroni. Grund genug, unser „Heimatzelt“ einmal vorzustellen.

Ein Ausflug in die Fischer-Vroni

Brezn, Hendl oder Radi – diese Klassiker kommen eigentlich in jedem Zelt auf den (Bier)Tisch. Eines der großartigsten Schmankerl auf dem Oktoberfest gibt es allerdings im Festzelt der Fischer-Vroni: den Steckerlfisch. Aufgepasst liebe Nicht-Bayern: Der Steckerlfisch hat absolut nichts mit dem Stockfisch zu tun, sondern nur mit dem „Steckerl“, das durch die Fische gespießt wird. Damals wie heute brutzeln während des Festbetriebes die Renken, Forellen und Makrelen vor dem Seitenflügel des Festzeltes unter weiß-blauem Himmel.

Ein Ausflug in die Fischer-Vroni Das Zelt selber könnt Ihr nicht verfehlen. Auf dem Dach thront nämlich sein unverkennbares Markenzeichen: ein Storchennest. Die Fischer-Vroni ist mit gut 3.000 Sitzplätzen das kleinste unter den großen Festzelten. Wenn Ihr also etwas mehr bayerische Gemütlichkeit und Ruhe erleben möchten, seid Ihr hier genau richtig. Natürlich stehen auf der Speisekarte nicht nur Fisch, sondern auch Spanferkel, Schweins- oder Kalbshaxen. Dazu gibt es dann eine kühle Maß Augustinerbier.

Ein Ausflug in die Fischer-VroniAm zweiten Wiesn-Montag spritzt statt Bier der Prosecco durchs Zelt: Denn dann trifft sich die Gay-Community zur „Prosecco-Wiesn“, zum gemütlichen Beisammensein ebenso wie zum richtig Party machen. Ein Nachmittag, an dem es in der kleinen Fischer-Vroni jedes Mal rappelvoll ist.

Gebratener Fisch: eine Sensation in der Fischer-Vroni

Ein Ausflug in die Fischer-VroniDas Zelt gibt es schon seit 111 Jahren. Nach dem zweiten Weltkrieg erhielt Münchens erster Fischgroßhändler Karl Winter die Konzession für den Betrieb. Schon davor hatte er auf dem Oktoberfest Steckerlfisch vom Grill angeboten. Eine echte Neuheit, die den Nerv der Besucher traf – und Winter darin bestärkte, sich als Wiesn-Wirt zu bewerben. Der Name für das Zelt war schnell gefunden: Als Namensgeberin diente Winters Frau Philippine, die im Münchner Raum als die „Fischer Vroni“ bekannt war.

Nach Karl Winter übernahmen seine Töchter Anita und Eva die Leitung des Festzelts. Anfang der 2000er Jahre verstarben die beiden Schwestern allerdings innerhalb kurzer Zeit. Daher übernahm Hans Stadtmüller, der Sohn von Eva Stadtmüller, die Rolle als Wiesn-Wirt.

Heute zählt die Fischer-Vroni zu dem Urgestein der Münchner Kultur, deren Geist von Generation zu Generation weitergegeben wird.

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